Was ist eine Unternehmensanleihe?
Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere und werden auch Rentenpapiere, Obligationen oder Bonds genannt. In der Regel handelt es sich dabei um Schuldverschreibungen. Sie funktionieren ähnlich wie ein Darlehen: Die Bedingungen der Anleihe legen fest, zu welchem Zinssatz und zu welchem Zeitpunkt das geliehene Geld zurückgezahlt wird. Der Käufer der Anleihe hat somit einen Anspruch auf Rückzahlung gegenüber dem Emittenten, also dem Herausgeber der Anleihe.
Unternehmensanleihen funktionieren nach dem gleichen Prinzip, werden jedoch von Unternehmen emittiert. Auch hier leiht der Anleger dem Unternehmen Geld und erhält dafür regelmäßige Zinszahlungen. Die Laufzeiten können je nach Finanzierungszweck stark variieren – von sehr kurzen Zeiträumen als Alternative zu kurzfristigen Bankkrediten bis hin zu langen Laufzeiten zur Finanzierung größerer Projekte.
Die Höhe der Verzinsung hängt maßgeblich von der Bonität des Emittenten ab. Diese Kreditwürdigkeit wird häufig über Ratings ausgedrückt, die typischerweise mit Buchstaben wie A, B oder C gekennzeichnet sind. Staaten mit hoher Bonität – wie Deutschland – zahlen in der Regel niedrigere Zinsen, während Länder mit geringerer Bonität – etwa Griechenland – höhere Zinsen bieten, um das höhere Ausfallrisiko auszugleichen. Ein Totalausfall kann nie vollständig ausgeschlossen werden.
Durch eine breite Streuung der Anlage über verschiedene Länder und Emittenten lässt sich das Risiko eines Totalverlustes reduzieren, jedoch nicht vollständig eliminieren.